Wieder einmal steht bei der VHS Braunschweig ein Bildungsurlaub (BU) zum Thema "PC Technik und Konfiguration" an.
Wir werden uns alle relevanten Techniken der modernen IT-Technik erarbeiten und kennen lernen. Den praktischen Höhepunkt soll dann der "Bastel-Donnerstag" bilden, an dem die Teilnehmer Desktop-Systeme von Grund auf selbst zusammenbauen! Hier die Rahmendaten unseres Seminars:
Ort: VHS Braunschweig, Heydenstraße 2, Raum 2.03
Zeiten: Mo. 17.03. bis Fr. 21.03.14; jeweils 08.30 - 16.00 Uhr
Prüfungstermin (für interessierte TN): Mi., 02.04.2014, 17.30 Uhr; Raum 2.03 (Prüfungsnummer EWP04)
Status Erstkorrektur: erledigt - 06.04.2014 - ich gratuliere den 3 TN zur bestandenen Prüfung!
Ich werde unser Seminar an dieser Stelle - wie gewohnt - begleiten...
Ihr Trainer Joe Brandes
Montag
Montag, 17.03.2014, 08.30 - 16.00 Uhr
- Orientierungsphase, Pausenzeiten, Seminarablauf, Hinweis auf Zertifikat, TN-Themen, Herdt-Skripte
- Ablauf für die Woche organisiert,
Praxisschwerpunkt "Bastel-Donnerstag" mit neuester, aktueller Hardware!
Wikipedia-Recherche (de.wikipedia.org); Hinweis auf Linksammlung pcsystembetreuer.de zu PC Technik (Link)
Zeitschrift: c't (Zeitschrift für Computertechnik aus dem Heise Verlag) - Motherboard (bzw. Mainboard; dt. Hauptplatine)
zentrale Baugruppe mit: Sockel (Socket) für Prozessoren (CPU), Chipsatz (Zentrale für alle Busse, Anschluss- und Schnittstellentechniken - wichtigstes Detail des Boards), Layout mit Positionen für Sockel und Co vorbesprochen, Online-Recherche bei Hersteller ASUS, Revisionen (Hardware-"Versionen), erster Hinweis auf BIOS-Technik (ggf. dann auch Unterstützung neuer CPU-Generationen möglich), Handbücher als Beilage bzw. Download (normalerweise Englisch - in Ausnahmen auch Deutsch)
Übungen: Handbuch für ASUS Z87-A (neuer Bastel-PC Intel-Plattform) - Central Processiong Unit (CPU)
Hersteller: INTEL, AMD, Andere (s.u.)
Recherche ergibt Trennung in Einsatzbereiche Desktop, Mobile und Server (s.u.)
Sockel unterschiedlich für INTEL und AMD (keinerlei Kompatibilität!)
klassische Modellreihen für Einstiegstechniken: INTEL Celeron vs. AMD Duron / Sempron
Beispiele INTEL Sockel: 370 (Pentium III), 478 (Pentium IV), 775 (Core Duo, Core 2 Duo), 1156,
LGA 1155 (Core i3, i5, i7 - 2rd/3rd Generation bzw. Sandy Bridge/Ivy Bridge), 1366, 2011 (nicht vollständig ;-)
LGA 1150 (Core i3, i5, i7 - 4th Generation bzw. Haswell - Modellanalyse: i5 4570K
Beispiele AMD Sockel: A, AM2/AM2+, AM3/AM3+, FM1
Prozessoren über die Jahre mit vielen technischen Details:
Taktrate (GHz), Herstellungstechnik (nm - aktuelles Beispiel: Fertigungstechniken INTEL Sandy Bridge 32nm vs. Ivy Bridge 22nm), Cache (schneller Zwischenspeicher in kB/MB Größen, Level 1 bis Level 3), Verlustleistung (TDP - Thermal Design Power, quasi was die CPUs "verbraten"), Mehrkern-Technik (klass. als z.B. Core Duo bei INTEL bekannt, auch Quad-Core oder 6-Kern), Befehlssätze (Beispiele INTEL: MMX, SSE, SSE2, SSE3, SSE4), Virtualisierungstechnik (INTEL: VT-x, AMD: Pacifica), Hyper-Threading (INTEL: "virtuelle" Prozessoren - so werden aus Quad-Cores mit HT im Taskmanager 8 Kerne), Preise
Hinweis Andere CPU-Hersteller:
Komplettsysteme auf ARM-Basis - siehe Windows 8 RT Systeme mit der Einführung von Windows 8 ab Oktober 2012; Tablets und Smartphones;
Prozessoren wie: Nvidia Tegra 2/3, Qualcom Snapdragon - Komponenten kühlen
CPU: in Boxed-Versionen Standardkühlkörper/Lüfter der Hersteller Intel/AMD (funktionstüchtig aber "laut"), spezielle Kühlkörper von Spezialherstellern (z.B. Scythe, Alpenföhn, Arctic Cooling) für ca. 40 Euro)
Chipsatz: auf Motherboard fest verdrahtet und und mit passivem Kühlkörper bedeckt - 32-/64-Bit Technik
begonnen mit 8-Bit, 16-Bit, 32-Bit und aktuell 64-Bit Hardware / CPU Technik
schon lange präsent (Start mit AMD Athlon64), anfangs nicht attraktiv, da die nutzende Software (Betriebssysteme, Anwendungen) noch nicht als 64-Bit-Versionen vorlagen (siehe hier vor allem Treiber!)
Technisch: 4 GB Adressbarriere mit 32-Bit-Technik - siehe 2³² addressierbare Bytes (4*1024*1024*1024 Bytes) - Hardware generell immer spezifisch optimiert für ...
...Desktop: Preis/Leistung gewünscht, einfacher Einsatz
...Mobile: Energieeffizienz (Energie sparen wegen Akku-Versorgung)
...Server: 24/7 (läuft rund um die Uhr), auch Energieeffizienz gewünscht
Nachtrag CPU für Server: INTEL Xeon vs. AMD Opteron - Chipsatz
die Schaltzentrale für gesamte Technik auf und an dem Motherboard, legt also alle technischen Möglichkeiten Ihrers Systems fest, Austausch erfordert in den meisten Fällen Neuinstallationen von Betriebssystemen!
Aktuelle Chipsätze leistungsfähiger, aber auch ohne alte Aufgaben wie Speicher-Controller (heute oft in die CPU integrierte Speicher-Controller und On-CPU-Grafiken)
Übung: Boardrecherche zu einem INTEL Z87-Board (s.a. oben Asus Z87-A) - Grafiklösungen (techn. Umsetzungsvarianten)
a) als Grafkkarte mit eigener GPU (Graphic Processing Unit) und Grafik-RAM
b) klassische On-Board-Lösung - also im Chipsatz integriert (ohne eigenen Grafik-RAM)
c) in modernen CPUs integriert (iGPU): Intel Core i5 Sandy Bridge (mit Intel HD 2500) oder Intel Core i5 Haswell (mit Intel HD 4600 Grafik), bei AMD sogenannte APUs (Accelerated Processing Unit) wie AMD A8-5600K - Formfaktoren
Einige Favoriten über die Jahre mit dem Anfang mit dem AT-Formfaktor, Langzeitstandard dann
ATX (mit verkleinertem Standard Micro/µ-ATX), Abmessungen siehe Wikipedia-Artikel (Link),
BTX (als Plan für die Bekämpfung von Wärmeproblemen in PC-Gehäusen - hat sich nicht im Massenmarkt durhgesetzt),
ITX (als Mini- oder gar Nano-ITX-Varianten für Mini-PCs in Form von sogenannten "Cubes" (Barebones) oder Home-Theatre-PCs / HTPCs)
aktuell: Intel NUC (Mini-PCs a la Apples Mac mini)
Dienstag
Dienstag, 18.03.2014, 08.30 - 16.00 Uhr
- Rekapitulation, TN-Fragen, Hinweis auf Cobra-Shop (Link)
- Tools / Analysen
CPU-Z (www.cpuid.com) - Register nachrecherchiert;
Übung: eigenes TN-System analysiert (Asus P5KPL-AM; Downloads/Manuals bereitgestellt; Prozessor E2200 @ 2.2 GHz)
Beispiele für Multiplikatoren für CPU-Taktraten: Grundtakt (hier 200 MHz) wird mit festen Multiplikatoren auf Standardtakt von 11 * 200 MHz = 2200 MHz gebracht; Anm.: Technik EIST lässt Prozessor in Ruhe auf 6 * 200 MHz = 1200 MHz "arbeiten"; Übertaktungen (Overclocking - OC) arbeitet normaler Weise mit Erhöhung des "FSB" (hier: 200 MHz), was Systeme "aus dem Takt" bringen kann - anders bei den Intel-K-Prozessoren (Core i7 4770K)
Task-Manager (Strg + Alt + Entf oder Rechte Maus auf Taskleiste) - Register Leistung
Alternativen: PC Wizard (auch von Quelle CPU-Z), SiSoft Sandra (Lite), Everest/Aida64 von Fa. Lavalys ($) - Speicher
ROM (Read Only Memory): nur Lesen, fest/nicht flüchtig - als BIOS-Baustein (hier: veränderliche Daten im NVRAM/CMOS-RAM inkl. Batterie-Pufferung, Batterie versorgt auch RTC - Real Time Clock)
RAM (Random Access Memory): Lesen / Schreiben, flüchtig (Speicherverlust mit Unterbrechung Strom/Spannungsversorgung - unser Arbeitsspeicher als DRAM)
SRAM: Static RAM - z.B. in Caches von CPUs verbaut (kein Refresh nötig!)
DRAM: die Lösung für Arbeitsspeicher (Dynamic RAM - bedeutet muss gepflegt / refresht werden)
technische Umsetzungen in Form von: (uralt: FP-DRAM, EDO-DRAM, ...)
SDRAM (Synchronous DRAM) und die Überarbeitungen und Nachfolger
DDR(-SDRAM), DDR2, DDR3 (DDR hier Double Data Rate)
technische Parameter: Taktraten, effektive Taktraten, Zugriffszeiten in ns, CL-Werte (Timing: hier CAS Latency), Spannungsversorgung (V - Volt), Bandbreiten, Dual-Kanal-Technik, Bezeichner für Module, Preise, Pins (Anzahl Anschlüsse/Signale), Anzahl Kerben (SDRAM 2 Kerbe, DDR 1 Kerbe), DIMM (Dual Inline Memory Module - Bauform mit zweiseitiger Kontaktierung), SO-DIMM (Notebooks, Netbooks, Laserdrucker), ECC, und Registered (Hinweise auf Inkompatibilität bei Standardboards, Servertechnologien), SPD (Serial Presence Detect - siehe auch Registerkarte bei CPU-Z)
Anmerkung: Beispielrechnungen für Datenraten und Co auf DDR-Wikipedia-Artikel!
Hinweis für Rechnungen: seit Pentium (ca. 1993) ein 64-Bit Datenbus (also 8 Byte breiter "Kanal" zum RAM)
Aufrüstung von "limitierten Systemen" (Notebooks/Ultrabooks, MicroATX) diskutiert
Testsoftware für Speicher: www.memtest.org (Memtest86) - Schnittstellen (Heranführung an Grafikschnittstelle PEG - PCI Express Graphics)
PCI-Bus (33 MHz, 32-Bit, 133 MB/s), klassischer Bus (alle teilen sich Bandbreite, am Anfang und Ende terminiert)
AGP-Port (1x mit 266 MB/s, Varianten mit 2x, 4x und 8x-AGP), exklusive Lösung für Grafikkarten bis zur Einführung einer universellen neuen Bus-Technik
PCI Express (PCIe) - die neue Allrounder-Lösung, basiert auf Lanes ("Autobahnspuren", Datenanbindungen)
Versionen über die Jahre mit unterschiedlichen Bandbreiten/Geschwindigkeiten:
PCIe Version 1.0 - 250 MB/s, 2.0 - 500 MB/s, 3.0 - 1 GB/s
Steckplätze: lange und kurze Versionen, erste lange Version in Nachbarschaft CPU: x16-Platz für Grafikkarte (PEG - PCI Express Graphics), kurze Steckplätze x1 (1 Lane), Steckkarten für kurze Steckplätze auch in langen Steckplätzen einsetzbar, Unterschied zu PCI Steckplätzen auf Motherboards identifiziert - HW-Erkennung: automatisch mit Plug & Play (PnP)
früher: manuelle Konfigurationen mittels Jumpern (Steckbrücken) oder DIP-Schaltern ("Mäuseklavieren") auf MB oder Steckkarten
Hardware vereinbart automatisch über PNP-taugliche Techniken (BIOS/UEFI, OS Operating Systems) die notwendigen Resourcen
IRQ - Interrupt Requests (Unterbrechungsanforderungen von Geräten für/an CPU)
DMA - Direct Memory Access (Direktleitungen in den Arbeitsspeicher für Geräte)
Speicheradressierungen (Reservierung von RAM-Bereichen für Geräte)
I/O-Ports - Eingabe/Ausgabe Adressen (quasi Anschrift/Adresse für Geräte/Schnittstellen)
Gerätemanager Windows zeigt dann die Infos über die Geräte und Ressourcen; Unbekannte Geräte also "erkannt" aber noch ohne Treiber! - Grafikkarten:
Graphic Processing Unit (GPU)
NVIDIA: GeForce Modelle (aktuell GTX Baureihen, alter Treibername: Detonator),
AMD/ATI: Radeon Modell (aktuell HD Bezeichner mit Tausendern 2000, 3000, ... , 6000, 7000)
Technische Daten: Größe Grafikspeicher (GDDR5, 512 MB / 1 GB / 2 GB; HighEnd aktuell mit Game Battlefield 4 oder Titanfall erreicht 3 GB für höchste Einstellungen),
Verbrauch (in Watt - siehe sogar zusätzliche 6- oder 8-polige Spannungsversorgungen an Karte! so dann auch über 200 Watt Verbrauch möglich! Schon mal an das Netzteil denken!), Anschlüsse für Monitore - Grafikausgabe
Grafiktechnik mit GPU, Grafik-RAM (GDDR), RamDAC (Digital-Analog-Converter),
Ausgänge: VGA, DVI, HDMI, DP (analog und/oder digital, mit/ohne Sound)
OS-seitige Konfigurationen von Auflösung + Farbtiefe + Bildwiederholrate (Hz)
Auflösungen: 1024*768 (4:3), 1208*1024 (5:4), 1600*900 (16:9), 1920*1080 (Full-HD, 16:9), 1920*1200 (16:10), alles danach für 27 Zoll und Dual-Link-Technik
2D-Grafik-Rechenbeispiel: 1280 * 1024 Pixel * 32 Bit/Pixel = 5.242.880 Byte = 5 MiB
Also reichten viele Jahre Grafikkarten mit 4-8 MiB aus!
die aktuellen großen Grafik-RAM (z.B. 2 GB) wegen: 3D (Z-Puffer), Texturen (kleine Bitmaps für Oberflächen), Gitternetzmodelle (Koordinaten / Berechnungen), Kantenglättungsberechnungen (Anti-Aliasing, FSAA) - Monitor-Anschlüsse
VGA (analog, der klassiche 15-polige Sub-D-Stecker aus den Röhrenzeiten),
HDMI (eigentlich aus der Home-Video-Ecke, Standards: z.B. HDMI 1.4a; inkl. Sound),
DVI (-A analog, -D digital, -I integrated A und D; Pinbelegungen 5+24, Dual Link ab ca. 1920 * 1200 Pixeln Auflösung, DVI ohne Ton, Adapter DVI-VGA für Analoge Displays/Röhren),
DisplayPort (DP - der zukunftsorientierte Port mit allen genannten Techniken und auch höchsten möglichen Auflösungen - siehe MB Manual Asus Z87-A DP)
Anm.: HDCP (High Definition Copy Protection), Bauformen auch als Mini-Stecker am Markt - Monitore
Röhrenmonitor: klassische "Röhre" (CRT - Cathod Ray Tube), baut Bild zeilenweise mittels Elektronenstrahl, Bildwiederholraten (Vertikalfrequenzen) für ergonomische Darstellung (siehe TCO) mit >85 Hz nötig (siehe Ergonomierichtlinien TCO)
Flachbildschirme: Überbegriff TFT (LCD, LED Technologien), Paneltechnologien (TN vs. IPS), Bilder werden als komplette Frames gewechselt, Bildwiederholraten ab 60 Hz (75 Hz, 85 Hz max. siehe Unterlagen Monitore/Beamer)
Mittwoch
Mittwoch, 19.03.2014, 08.30 - 16.00 Uhr
- Rekapitulation, TN-Fragen
Frage nach Modul "Datenschutz / Datensicherheit": bitte an Hr. Koch von der Europäischen Prüfungszentrale wenden (www.gutgebildet.de) - Monitore (Forts.)
Anm.: Monitor-Treiber nicht technisch notwendig, sondern für OS-Konfiguration nutzbar
Mehr-Monitortechnik bereits mit On-Board / On-CPU Grafiklösungen möglich (siehe Handbuch), unter Windows 7 mit Tastenkombination Win + P (wie Projektor) schnell konfigurierbar
Wichtig: Monitore mit nativer Auflösung betreiben, Größen von Schriften/Symbolen über das Betriebssystem anpassen
Merkmale für Monitor: Preis, Größe, Pivot-Technik, Reaktionsgeschwindigkeit (in ms), native Auflösung/Seitenverhältnis, Anschlüsse, Bedienbarkeit (OSD On Screen Display Menü), Stromverbrauch, Oberfläche (matt / glänzend), Pixelfehlerklassen, Paneltechniken (TN, IPS, VA, PLS, OLED, ...)
in Linksammlung: Video mit Qualitätsvergleich (Blickwinkel) zwischen TN und IPS Panels
Infoportal zum Thema "Monitortechnik": www.prad.de (Inside Display Technologies); Monitortestbilder (Link) - Datenträger / Speichermedien
Magnetisch: Disketten (Floppys), Festplatten (HDD - Hard Disk Drive, aktuell > 150 MB/s Transferrate/Geschwindigkeit Lesen, ca. 5-10 Watt Verbrauch)
Optisch: Compact Disc (CD, ca. 650 MB), Digital Versatile Disc (DVD: ca. 4,3 GiB / 4,7 GB Single Layer; 8,5 GB Dual Layer), BluRay (BD, 25/50 GB) - Hinweis: fragwürdige Langzeitspeicherung
Flash-Technologien: USB-Sticks, Solid State Drive (SSD - Versionen mit über 500 MB/s Lesen!)
Technische Parameter diskutiert, Preise (aktuell ca. 4 bis 10 Cent pro GB bei HDs), Größenangaben in "Tausendern" (nicht 1024'ern), Anschlussarten und Controllertechniken, LW-Größen in Zoll (3,5 / 2,5 / 1,8 Zoll) und die Zuordnung der Größen zu Desktop / Mobile (Beachten: in Notebooks muss Einbauhöhe von meist ca. 9,5 mm eingehalten werden!) - Laufwerks-Controller (ATA-Techniken)
P-ATA: Parallel ATA mit letztlich ca. 133 MB/s (klass. als (E)IDE-Technik bekannt), 2 * 2 Laufwerke möglich, 40-polige/80-polige Flachbandkabel (siehe morgigen Bastel-Do)
S-ATA: Serial ATA (digital ist seriell immer besser ;-) eingeführt als "SATA-I" (150 MB/s) und mit Nachfolgern "SATA-II" (genauer SATA 3.0 Gb/s Standard mit 300 MB/s) und aktuell "SATA-III" (SATA 6.0 Gb/s Standard mit 600 MB/s - hier werden dann auch die schnellsten SSDs bedient)
Fachbegriffe: SATA-Controller BIOS-seitig auf AHCI stellen (oder alternativ Bezeichner RAID; wichtig für Trim-Befehle für SSDs), NCQ ab SATA-II verfügbar, Anschlussmöglichkeiten extern an Board oder Controllern mittels eSATA (hier möglicherweise kein Hot-PnP wie bei USB!) - HDD Techdaten (wird Donnerstag ebenfalls wiederholt/vertieft)
alle technischen Werte:
Bauformen (3,5 / 2,5 / 1,8 Zoll), Kapazitäten (GB / TB), Schnittstellen( IDE / SATA: bis SATA 6.0 Gb/s entsprechend bis zu 600 MB/s Lesen!), Datentransferrate HD (> 100 MB/s), Drehzahl (5400 / 7200 / 10000 U/min und mehr; ab spätestens 7.200 U/min bitte auf gedämpften Einbau und Wärmeabfuhr/Kühlung achten), Zugriffszeit (in ms), Cache (in MB), Stromverbrauch (ca. 5 Watt und mehr);
spezielle Festplatten (Advanced Format - 4k) mit jetzt 4096 Byte (4 kB) Sektorgröße (klassisch: CHS - Cylinder / Head / Sektor; siehe hierzu dann auch LBA - Logical Block Adressing und bestimmte HD-Größengrenzen: aktuell 2,2 TB - hier auch jenseits dieser Größe kein Booten mehr mit BIOS-Technik mehr möglich)
Diagnosetools mit S.M.A.R.T. (Self Monitoring, Analysis and Reporting - Wiki-Link): z.B. CrystalDiskInfo (Link zu portableapps) - SSD (Solid State Drive)
aktuell noch ca. gut 6 mal so teuer wie HD, aber auch für SATA 6.0 Gb/s (600 MB/s) Schnittstelle voll nutzbar;
wichtig: SSDs bitte nicht 1-zu-1 wie HDs verwalten (siehe diverse Artikel in meiner Linksammlung zu PCTuk oder am Besten die jeweilige Software der SSD-Hersteller für OS-Optimierungen nutzen: siehe Samsung Magician Software); Unterstützung von TRIM nur bei Controller im AHCI (oder RAID) Modus - Schnittstellen (heute angesprochen - mehr dann am Bastel-Do und Freitag)
Legacy Techniken (ohne PNP): ISA, PS/2, Serielle Schnittstelle (COM, RS232), Parallele Schnittstelle (LPT, Centronics bei Druckern)
SATA (und vorher IDE/PATA) für Datenträger
USB (Universal Serial Bus); FireWire (IEEE 1394), Thunderbolt, eSATA
Donnerstag - Bastelpraxis
Donnerstag, 20.03.2014, 08.30 - 16.00 Uhr
- Rekapitulation, TN-Fragen
- BASTELN!
mit den 4 Bastelsystemen der VHS Braunschweig
1 INTEL Asus P5K-Pro,
1 AMD Asus M2A-VM HDMI
plus die neuen Bastelsysteme
1 INTEL Asus Z87-A (Haswell - S. 1150),
1 AMD Asus M5A78L-M/USB3 (S. AM3+ als Komplettsystem)
deren ausführliche Doku extra bereit gestellt wird: Link zu Beitrag zu neuer HW
Stichworte aus dem Bastel-Donnerstag: - Netzteil
alle bisherigen Teile müssen durch das Netzteil mit der notwendigen Gleichspannungsversorgung - gewandelt aus unserem 230 V / 50 Hz Wechselspannungsnetz - versorgt werden, das Alles bitte ohne große Verluste - also mit möglichst hoher Energieeffizienz (siehe 80+), auc passive Netzteile möglich (ohne Lüfter) - Fachbegriffe
in loser Sammlung vom Bastel-Donnerstag:
Netzteile (Effizienz - siehe 80+, Leistung in Watt, Kabel),
Gehäuse-Eigenschaften (Größe, Stabilität, Erweiterbarkeit, Verarbeitung),
Vorgehensweise bei Ausbau-/Umbau-/Zusammenbau von Systemen,
alle Kabel für Floppy, IDE, SATA, Master / Slave für IDE-Technik (Jumper, Orientierung Kabel, Pin 1),
Verbindungen Gehäuse mit Signal-Panelleiste Motherboard (Quick-Connector ASUS) - Partitionierung/Dateisystemen: (wird am Fr. wiederholt / komplettiert)
Partitionieren: Einrichten der HD in Laufwerke - danach Formatieren mit Dateisystem (Filesystem9
hier Microsoft mit FAT16 / FAT 32 (DOS/Win-Familie von DOS/Win 3.x über Win95 bis WinME) mit Einschränkungen wie 8.3 (8 Zeichen Name + 3 Zeichen Erweiterung), Größeneinschränkungen bei Laufwerks- und Dateigrößen (FAT32: max. 4 GB Dateigrößen); NTFS mit Lösung für Größen- und Sicherheitsfragen (Zugriffsschutz auf Benutzerebenen: NTFS-Berechtigungen - Register Sicherheit bei Eigenschaften Ordner / Dateien),
Umwandlungstool convert für Wandlung von FAT-Laufwerken in NTFS (Microsoft KB Link)
Hinweis: nachhaltiges Löschen der HDs nicht durch Formatieren, sondern nur durch geeignete Tools (Linux dd, Windows-Tool Eraser); Wiederherstellung von defekten Datenlaufwerken durch Spezialisten (z.B. Fa. www.Convar.de); SSDs lassen sich gar nicht "richtig" löschen! - Analyse der rohinstallierten Win8.1-Systeme mit Windows Bordmitteln:
Übersicht mittels Win8-Tastenkombi Win + X oder mittels Systemkonfiguration (msconfig.exe - Register Tools)
Systeminformationen (msinfo32.exe); Management-Konsolen: devmgmt.msc (Gerätemanager), diskmgmt.msc (Datenträgerverwaltung), compmgmt.msc (Computerverwaltung - mehrere gemeinsame Konsolen - "Schweizer Messer") - BIOS / UEFI
erste Einblicke - mehr dann am Fr.
Freitag
Freitag, 21.03.2014, 08.30 - 16.00 Uhr
- Rekapitulation, TN-Fragen
- To-Do-List
BIOS/UEFI (inkl. Startvorgang und spez. Secure Boot), Zusammenhang mit HD-Verwaltung (MBR vs. GPT), Schnittstellen extern (Schwerpunkt USB), HW zusammenstellen, ... - BIOS (neu: UEFI) - Firmware des Motherboards (Infoseite www.bios-info.de)
POST: Power On Selftest (Selbstdiagnose), Abarbeitung der Bootsequenz (Bootmedien: HD 0, 1, 2, ...; Floppy; Optische LW; USB-Sticks und -HDs; Netzwerk)
Aufruf des BIOS-Setup über Entf / F2 - Tasten gemäß Handbuch der Hardware;
Asus und andere: F8 für manuelles Boot-Popup-Menü
ausführliche Erläuterungen zum BIOS/UEFI des MB/NB im Handbuch (Manual);
Konfiguration (Techniken der Flash-Techniken von AMI, AWARD oder PHOENIX in Form von Flash-ROM / EEPROM), Powermanagement (APM ermöglichte erstmals echtes "Runterfahren/Ausschalten", jetzt: ACPI),
ACPI: Advanced Configuration and Powermanagement Interface; verwaltet Power/Energieverwaltung und Resourcen (siehe PnP - dann später auch im OS - immer automatisch!)
Speichern/Sichern der Einstellungen (Konfigurationen) des BIOS über CMOS-RAM (bzw. NVRAM) dessen Inhalt über Batterie auf MB gepuffert wird (siehe auch RTC - Real Time Clock / Echtzeituhr)
Flashen von BIOS besprochen (verschiedene technische Varianten von den klassischen DOS-Startdisks bis hin zu Live-Flashen in Windows), Gründe für notwendiges Flashen (Systemstabilität, neue HW, neue Einstellungen)
UEFI: neue (64-Bit-)Technik für neue Hardware - aber auch noch "Altes BIOS"; Unterstützung >2,2 TB Platten zum Booten, Unterstützung und optimale Zusammenarbeit mit modernen 64-Bit-Betriebssystemen: Kombinationen UEFI / Win8 64-Bit / SSD starten so schnell, dass nicht einmal mehr die Win-F8-Taste für die Erweiterten Startoptionen von Windows funktioniert!
Hinweis: beim Installieren von Datenträgern "Win8-DVD" auf Auswahl mit UEFI-Option achten! - MBR vs. GPT
klassisches HD verwalten mittels "Master Boot Record - MBR" mit Partitionstabelle (max. 4 Primäre Partitionen oder alternativ 3 Primäre und 1 Erweiterte Partitionen mit Logischen Laufwerken)
modernes HD verwalten mittels "GUID Partition Table - GPT" mit bis zu 127 Partitionen
Analyse mittels Datenträgerverwaltung - Eigenschaften Datenträger - Register Volumes - RAID (Redundant Array of Inexpensive/Independent Disks - Wikipedia)
Umsetzung als Hardware-Lösung (RAID-Controller - siehe z.B. Z87-Chipsatz-MBs) oder als Software-Lösung (Windows 7/8 mit RAID 0 oder 1; Windows Server mit RAID 0, 1 und 5)
Verbesserung von Geschwindigkeit und/oder Ausfallsicherheit (Redundanz) durch Festplatten-Verbünde
RAID 0 - Striping (2 Platten "Streifenweise" beschreiben - theoretische Verdopplung Geschwindigkeit - Problem bei HD-Ausfall)
RAID 1 - Mirroring (2 Platten mit gespiegelten Inhalten - kein Absicherung und Ersatz zu Backup!)
RAID 5 - Kombination (ab 3 Platten, Striping mit Parität, also Fehlerkorrekturverfahren bei HD-Ausfall) - Schnittstellen
Legacy Techniken (ohne PNP): ISA, PS/2, Serielle Schnittstelle (COM, RS232), Parallele Schnittstelle (LPT, Centronics bei Druckern)
SATA (und vorher IDE/PATA) für Datenträger
USB (Universal Serial Bus): Versionen 1.0/1.1 (12 MBit/s); 2.0 (480 MBit/s); 3.0 (5 Gbit/S) - die theoretischen Geschwindigkeiten (Bandbreiten) mittels Teilung durch 10 ermitteln: USB 2.0 also 48 MB/s (praktisch ca. 20 MB/s) und USB 3.0 also 500 MB/s (gute externe 3,5 Zoll USB-HDs erreichen über 120 MB/s und mehr); USB 3.1 verabschiedet und Einführung in 2014 mit 10 GBit/s (SuperSpeed+)!
Geschwindigkeit für 20 GB Datenübertragung eingeschätzt: fast 17 Minuten mit USB 2 aber nur gut 2 Minuten mit USB 3
FireWire (IEEE 1394) - vertreten bei Apple und vormals DigiVideoCams; 400 MBit/s oder auch FireWire 800 mit dann 800 MBit/s (in IT auf Rückzug)
Thunderbolt - bei Apple als Multi-Funktionsschnittstelle mit 10 GBit/s, aktuell auch bei PC-Systemen zu finden
eSATA - externes SATA (bei diversen MBs vertreten; beachten: möglicherweise kein Hot PNP also ankoppeln im laufenden System)
spezielle Notebook-Schnittstellen: klassisch PCMCIA - aktuell Express Card - TN-Bescheinigungen, Feedback-Bögen, Musterprüfung / Prüfungsvorbereitung, letzte TN-Fragen
Vielen Dank für Ihr äußerst freundliches Feedback in Wort und "Schrift" - ich freue mich ebenfalls auf unsere nächsten Seminare.
Ihr Trainer Joe Brandes


