Wieder einmal steht bei der VHS Braunschweig ein Bildungsurlaub (BU) zum Thema "PC Technik und Konfiguration" an.
Wir werden uns alle relevanten Techniken der modernen IT-Technik erarbeiten und kennen lernen. Den praktischen Höhepunkt soll dann der "Bastel-Donnerstag" bilden, an dem die Teilnehmer Desktop-Systeme von Grund auf selbst zusammenbauen! Hier die Rahmendaten unseres Seminars:
Ort: VHS Braunschweig, Heydenstraße 2, Raum 2.03
Zeiten: Mo. 25.02. bis Fr. 01.03.13; jeweils 08.30 - 16.00 Uhr
Prüfung (freiwilliges Extraangebot): 3 TN - Status Erstkorrektur: erledigt, 2013-03-07
Ich gratuliere allen Teilnehmern zu einer bestandenen Prüfung!
Ich werde unser Seminar an dieser Stelle - wie gewohnt - begleiten...
Ihr Trainer Joe Brandes
Tag 01 - Montag
Montag, 25.02.2013, 08.30 - 16.00 Uhr
- Orientierungsphase, Skript erläutert, Pausenzeiten, Seminarablauf, Hinweis auf Zertifikat, TN-Themen
- Ablauf für die Woche organisiert, Praxisschwerpunkt "Bastel-Donnerstag"
Webseiten: Portable Applikationen (portableapps.com); Wikipedia-Recherche (de.wikipedia.org); Hinweis auf Linksammlung pcsystembetreuer.de zu PC Technik (Link) - Motherboard (bzw. Mainboard; dt. Hauptplatine)
zentrale Baugruppe mit: Sockel (Socket) für Prozessoren (CPU), Chipsatz (Zentrale für alle Busse, Anschluss- und Schnittstellentechniken - wichtigstes Detail des Boards), Layout mit Positionen für Sockel und Co vorbesprochen, Online-Recherche bei Hersteller ASUS, Revisionen (Hardware-"Versionen), erster Hinweis auf BIOS-Technik (ggf. dann auch Unterstützung neuer CPU-Generationen möglich), Handbücher als Beilage bzw. Download (normalerweise Englisch - in Ausnahmen auch Deutsch - Übung: Handbuch für ASUS P8Z77-V LE bereitgestellt), Bauformat inkl. Abmessungen/ Verschraubungspositionen und Spannungsversorgung bekannt als Formfaktor - Formfaktoren
Einige Favoriten über die Jahre mit dem Anfang mit dem AT-Formfaktor, Langzeitstandard dann
ATX (mit verkleinertem Standard Micro/µ-ATX), Abmessungen siehe Wikipedia-Artikel (Link),
BTX (als Plan für die Bekämpfung von Wärmeproblemen in PC-Gehäusen - hat sich nicht im Massenmarkt durhgesetzt),
ITX (als Mini- oder gar Nano-ITX-Varianten für Mini-PCs in Form von sogenannten "Cubes" oder Home-Theatre-PCs / HTPCs) - Central Processiong Unit (CPU)
Hersteller: INTEL, AMD, Andere (s.u.)
Recherche ergibt Trennung in Einsatzbereiche Desktop, Mobile und Server (s.u.)
Sockel unterschiedlich für INTEL und AMD (keinerlei Kompatibilität!)
klassische Modellreihen für Einstiegstechniken: INTEL Celeron vs. AMD Duron / Sempron
Beispiele INTEL Sockel: 370 (Pentium III), 478 (Pentium IV), 775 (Core Duo, Core 2 Duo), 1156,
LGA 1155 (aktuelle Core i3, i5, i7 - 2rd/3rd Generation), 1366, 2011 (nicht vollständig ;-)
Beispiele AMD Sockel: A, AM2/AM2+, AM3/AM3+, FM1
Übung für Teilnehmer: Prozessoren für AM3+ und FM1 nachrecherchieren!
Prozessoren über die Jahre mit vielen technischen Details:
Taktrate (GHz), Herstellungstechnik (nm - aktuelles Beispiel: Fertigungstechniken INTEL Sandy Bridge 32nm vs. Ivy Bridge 22nm), Cache (schneller Zwischenspeicher in kB/MB Größen, Level 1 bis Level 3), Verlustleistung (TDP - Thermal Design Power, quasi was die CPUs "verbraten"), Mehrkern-Technik (klass. als z.B. Core Duo bei INTEL bekannt, auch Quad-Core oder 6-Kern), Befehlssätze (Beispiele INTEL: MMX, SSE), Virtualisierungstechnik (INTEL: VT-x, AMD: Pacifica), Hyper-Threading (INTEL: "virtuelle" Prozessoren - so werden aus Quad-Cores mit HT im Taskmanager 8 Kerne gezeigt), Preise
Hinweis Andere Hersteller:
Komplettsysteme auf ARM-Basis - siehe Windows 8 RT Systeme mit der Einführung von Windows 8 ab Oktober 2012;
Prozessoren wie: Nvidia Tegra 2/3, Qualcom Snapdragon - 32-/64-Bit Technik
begonnen mit 8-Bit, 16-Bit, 32-Bit und aktuell 64-Bit Hardware / CPU Technik
schon lange präsent (Start mit AMD Athlon64), anfangs nicht attraktiv, da die nutzende Software (Betriebssysteme, Anwendungen) noch nicht als 64-Bit-Versionen vorlagen (siehe hier vor Allem Treiber!)
Technisch: 4 GB Adressbarriere mit 32-Bit-Technik - siehe 2³² addressierbare Bytes (4*1024*1024*1024 Bytes) - Systemperformance trimmen / einschätzen
lässt sich grob in der Kombination der folgenden Baugruppen abschätzen, wobei die Gewichtungen je nach Einsatzzweck verändern:
1 - Prozessor/CPU, 2 - Grafikkarte/GPU, 3 - Arbeitsspeicher/RAM, 4 - Datenträger/Speichermedien/Festplatten
Einsatzzwecke:
a) "Büro-PC";
b) "Multimedia/Spiele mit geringeren Anforderungen";
c) "Video/High-End-Spiele" - Hardware generell immer spezifisch optimiert für ...
...Desktop: Preis/Leistung gewünscht, einfacher Einsatz
...Mobile: Energieeffizienz (Energie sparen wegen Akku-Versorgung)
...Server: 24/7 (läuft rund um die Uhr), auch Energieeffizienz gewünscht
Nachtrag CPU für Server: INTEL Xeon vs. AMD Opteron - Chipsatz
die Schaltzentrale für gesamte Technik auf und an dem Motherboard, legt also alle technischen Möglichkeiten Ihrers Systems fest, Austausch erfordert in den meisten Fällen Neuinstallationen von Betriebssystemen!
Aktuelle Chipsätze leistungsfähiger, aber auch ohne alte Aufgaben wie Speicher-Controller (heute oft in die CPU integrierte Speicher-Controller und On-CPU-Grafiken)
Übung: Boardrecherche zu einem INTEL Z77 Board (s.a. oben Asus P8Z77-V LE)
Tag 02 - Dienstag
Dienstag, 26.02.2013, 08.30 - 16.00 Uhr
- Rekapitulation,
Nachfrage Prüfung/Terminfindung/Raumreservierung: Termin: Mi., 06.03.2013, 17.00 Uhr, Raum 2.03 - Speicher
ROM: nur Lesen, fest/nicht flüchtig - als BIOS-Baustein (hier: veränderliche Daten im NVRAM/CMOS-RAM inkl. Batterie-Pufferung, Batterie versorgt auch RTC - Real Time Clock)
RAM: Lesen / Schreiben, flüchtig (Speicherverlust mit Unterbrechung Strom/Spannungsversorgung - unser Arbeitsspeicher als DRAM)
SRAM: Static RAM - z.B. in Caches von CPUs verbaut (kein Refresh nötig!)
DRAM: die Lösung für Arbeitsspeicher (Dynamic RAM - bedeutet muss gepflegt / refresht werden)
technische Umsetzungen in Form von: (uralt: FP-DRAM, EDO-DRAM, ...)
SDRAM (Synchronous DRAM) und die Überarbeitungen und Nachfolger
DDR(-SDRAM), DDR2, DDR3 (DDR hier Double Data Rate)
technische Parameter: Taktraten, effektive Taktraten, Zugriffszeiten in ns, CL-Werte (Timing: hier CAS Latency), Spannungsversorgung (V - Volt), Bandbreiten, Dual-Kanal-Technik, Bezeichner für Module, Preise, Pins (Anzahl Anschlüsse/Signale), DIMM (Bauform mit zweiseitiger Kontaktierung), SO-DIMM (Notebooks, Netbooks, Laserdrucker), ECC, Registered (Hinweise auf Inkompatibilität bei Standardboards, Servertechnologien), SPD (Serial Presence Detect - siehe auch Registerkarte bei CPU-Z)
Anmerkung: Beispielrechnungen für Datenraten und Co auf DDR-Wikipedia-Artikel!
Aufrüstung von "limitierten Systemen" (Notebooks/Ultrabooks, MicroATX) diskutiert - Tools / Analysen
CPU-Z (www.cpuid.com) - alle Register nachrecherchiert; Übung: eigenes TN-System analysiert (Asus P5KPL-AM; Downloads/Manuals bereitgestellt; Prozessor E2200 @ 2.2 GHz)
Beispiele für Multiplikatoren für CPU-Taktraten: Grundtakt (hier 200 MHz) wird mit festen Multiplikatoren auf Standardtakt von 11 * 200 MHz = 2200 MHz gebracht; Anm.: Technik EIST lässt Prozessor in Ruhe auf 6 * 200 MHz = 1200 MHz "arbeiten"
Task-Manager (Strg + Alt + Entf oder Rechte Maus auf Taskleiste) - Register Leistung - Grafiklösungen (techn. Umsetzungsvarianten)
a) als Grafkkarte mit eigener GPU (Graphic Processing Unit) und Grafik-RAM
b) klassische On-Board-Lösung - also im Chipsatz integriert (ohne eigenen Grafik-RAM)
c) in modernen CPUs integriert: Intel Core i5 (mit Intel HD2500), bei AMD sogenannte APUs (Accelerated Processing Unit) wie AMD A8-5600K - Schnittstellen (Heranführung an Grafikschnittstelle PEG)
PCI-Bus (33 MHz, 32-Bit, 133 MB/s), klassischer Bus (alle teilen sich Bandbreite, am Anfang und Ende terminiert)
AGP-Port (1x mit 266 MB/s, Varianten mit 2x, 4x und 8x-AGP), exklusive Lösung für Grafikkarten bis zur Einführung einer universellen neuen Bus-Technik
PCI Express (PCIe) - die neue Allrounder-Lösung, basiert auf Lanes ("Autobahnspuren", Datenanbindungen)
Versionen über die Jahre mit unterschiedlichen Bandbreiten/Geschwindigkeiten:
PCIe Version 1.0 - 250 MB/s, 2.0 - 500 MB/s, 3.0 - 1 GB/s
Steckplätze: lange und kurze Versionen, erste lange Version in Nachbarschaft CPU: x16-Platz für Grafikkarte (PEG - PCI Express Graphics), kurze Steckplätze x1 (1 Lane), Steckkarten für kurze Steckplätze auch in langen Steckplätzen einsetzbar, Unterschied zu PCI Steckplätzen auf Motherboards identifiziert - GPU (Graphic Processing Units)
Nvidia GeForce vs. ATI/AMD Radeon; erste Recherchen zu Preisen, Leistungen (in Watt ;-) und Anschlüssen
Tag 03 - Mittwoch
Mittwoch, 27.02.2013, 08.30 - 16.00 Uhr
- Rekapitulation, TN-Fragen, Anmeldung Prüfung erinnern
- Forts. Grafikkarten: Graphic Processing Unit (GPU)
NVIDIA: GeForce Modelle (aktuell GTX Baureihen, alter Treibername: Detonator),
AMD/ATI: Radeon Modell (aktuell HD Bezeichner mit Tausendern 2000, 3000, ... , 6000, 7000)
Technische Daten: Größe Grafikspeicher (GDDR5, 512 MB / 1 GB / 2 GB),
Anschlussart (PCI, AGP, PCIe Graphics Adapter - PEG), Verbrauch (in Watt - siehe sogar zusätzliche 6- oder 8-polige Spannungsversorgungen an Karte! so dann auch über 200 Watt Verbrauch möglich! Schon mal an das Netzteil denken!), Anschlüsse für Monitore, Unterstützung DirectX Versionen (ab Windows 7 DirectX 11) - Grafikausgabe
Grafiktechnik mit GPU, Grafik-RAM (GDDR), RamDAC (Digital-Analog-Converter),
Ausgänge: VGA, DVI, HDMI, DP (analog und/oder digital, mit/ohne Sound)
OS-seitige Konfigurationen von Auflösung + Farbtiefe + Bildwiederholrate (Hz)
Auflösungen: 1024*768 (4:3), 1208*1024 (5:4), 1600*900 (16:9), 1920*1080 (Full-HD, 16:9), 1920*1200 (16:10), alles danach für 27 Zoll und Dual-Link-Technik
2D-Grafik-Rechenbeispiel: 1280 * 1024 Pixel * 32 Bit/Pixel = 5.242.880 Byte = 5 MiB
Also reichten viele Jahre Grafikkarten mit 4-8 MiB aus!
die aktuellen großen Grafik-RAM (z.B. 2 GB) wegen: 3D (Z-Puffer), Texturen (kleine Bitmaps für Oberflächen), Gitternetzmodelle (Koordinaten / Berechnungen), Kantenglättungsberechnungen (Anti-Aliasing, FSAA) - Monitor-Anschlüsse
VGA (analog, der klassiche 15-polige Sub-D-Stecker aus den Röhrenzeiten),
HDMI (eigentlich aus der Home-Video-Ecke, Standards: z.B. HDMI 1.4a),
DVI (-A analog, -D digital, -I integrated A und D; Pinbelegungen 5+24, Dual Link ab ca. 1920 * 1200 Pixeln Auflösung, DVI ohne Ton, Adapter DVI-VGA für Analoge Displays/Röhren),
DisplayPort (DP), HDCP (High Definition Copy Protection), Bauformen auch als Mini-Stecker am Markt - Monitore
Röhrenmonitor: klassische "Röhre" (CRT - Cathod Ray Tube), baut Bild zeilenweise mittels Elektronenstrahl, Bildwiederholraten (Vertikalfrequenzen) für ergonomische Darstellung (siehe TCO) mit >85 Hz nötig
Flachbildschirme: Überbegriff TFT (LCD, LED Technologien), Paneltechnologien (TN vs. IPS), Bilder werden als komplette Frames gewechselt, Bildwiederholraten ab 60 Hz (75 Hz, 85 Hz max. siehe Unterlagen Monitore/Beamer)
Anm.: Monitor-Treiber nicht technisch notwendig, sondern für OS-Konfiguration nutzbar
Wichtig: Monitore mit nativer Auflösung betreiben, Größen von Schriften/Symbolen über das Betriebssystem anpassen
Merkmale für Monitor: Preis, Größe, Pivot-Technik, Reaktionsgeschwindigkeit (in ms), native Auflösung/Seitenverhältnis, Anschlüsse, Bedienbarkeit (OSD On Screen Display Menü), Stromverbrauch, Oberfläche (matt / glänzend), Pixelfehlerklassen, Paneltechniken (TN, IPS, PLS, ...) - Datenträger / Speichermedien
Magnetisch: Disketten (Floppys), Festplatten (HDD - Hard Disk Drive, aktuell > 100 MB/s Transferrate/Geschwindigkeit, ca. 5-10 Watt Verbrauch)
Optisch: Compact Disc (CD, ca. 650 MB), Digital Versatile Disc (DVD, ca. 4,3 GiB bzw. 4,7 GB Single Layer, 8,5 GB Dual Layer), BluRay (BD, 25/50 GB) - Hinweis: fragwürdige Langzeitspeicherung
Flash-Technologien: USB-Sticks, Solid State Drive (SSD - neueste Versionen mit über 500 MB/s Lesen!)
Technische Parameter diskutiert, Preise (aktuell ca. 4 bis 10 Cent pro GB bei HDs), Größenangaben in "Tausendern" (nicht 1024'ern), Anschlussarten und Controllertechniken, LW-Größen in Zoll (3,5 / 2,5 / 1,8 Zoll) und die Zuordnung der Größen zu Desktop / Mobile (Beachten: in Notebooks muss Einbauhöhe von meist ca. 9,5 mm eingehalten werden!) - Laufwerks-Controller (für Donnerstag vorgetragen:)
P-ATA: Parallel ATA (klass. als (E)IDE-Technik bekannt), 2 * 2 Laufwerke möglich, 40-polige Flachbandkabel (siehe morgigen Bastel-Do)
S-ATA: Serial ATA (digital ist seriell immer besser ;-) eingeführt als "SATA-I" (150 MB/s) und mit Nachfolgern "SATA-II" (genauer SATA 3.0 Gb/s Standard mit 300 MB/s) und aktuell "SATA-III" (SATA 6.0 Gb/s Standard mit 600 MB/s - hier werden dann auch die schnellsten SSDs bedient)
Fachbegriffe: SATA-Controller BIOS-seitig auf AHCI stellen (oder alt. Bezeichner RAID), NCQ ab SATA-II verfügbar, Anschlussmöglichkeiten extern an Board oder Controllern mittels eSATA (hier möglicherweise kein Hot-PnP wie bei USB!) - an Notebook für Bastel-Donnerstag denken!
Tag 04 - Donnerstag
Donnerstag, 28.02.2013, 08.30 - 16.00 Uhr
- Basteldonnerstag; Anm. für Dozi: Laptop mitbringen für Beispiel Aufrüstbarkeit Speicher und HD/SSD bei Notebooks
- Praxis
mit den Bastelsystemen der VHS Braunschweig (1 INTEL Asus P5K-Pro, 2 AMD Systeme Asus M2A-VM HDMI)
Anm.: vielleicht gestatten Sie mir ein paar Bilder zu machen... Thanx dafür, die werden nachgeliefert
Video-Impressionen vom "Basteln" aus September 2012 - Netzteil
alle bisherigen Teile müssen durch das Netzteil mit der notwendigen Gleichspannungsversorgung - gewandelt aus unserem 230 V / 50 Hz Wechselspannungsnetz - versorgt werden, das Alles bitte ohne große Verluste - also mit möglichst hoher Energieeffizienz (siehe 80+), auc passive Netzteile möglich (ohne Lüfter) - Fachbegriffe
in loser Sammlung vom Bastel-Donnerstag:
Netzteile (Effizienz - siehe 80+, Leistung in Watt, Kabel),
Gehäuse-Eigenschaften (Größe, Stabilität, Erweiterbarkeit, Verarbeitung),
Vorgehensweise bei Ausbau-/Umbau-/Zusammenbau von Systemen,
alle Kabel für Floppy, IDE, SATA, Master / Slave für IDE-Technik (Jumper, Orientierung Kabel, Pin 1),
Verbindungen Gehäuse mit Signal-Panelleiste Motherboard (Quick-Connector ASUS),
Ressourcen: IRQ (Interupt-Requests), I/O-Port (Eingabe-/Ausgabeadressen), DMA (Direct Memory Access), Speicheradressen,
Analyse Hardware mit Win-Bordmitteln: Computerverwaltung - Gerätemanager und Datenträgerverwaltung,
Inbetriebnahme Datenträger (Festplatten: richtig verkabeln - BIOS erkennnen lassen - Partitionieren - Formatieren
(Anm.: Details am Freitag; dann auch: Dateisysteme; neue HD Sektorgrößen für HDs größer 2,2 TB (4 kB Sektorgröße statt 512 Byte),
PNP - Plug & Play - Automatische HW-Erkennung und Ressourcenzuordnung zwischen HW, BIOS/UEFI und OS (Betriebssytem),
Analyse von PNP-erkannter Hardware ohne Treiber (Fragezeichen-/Unbekannte Geräte/ Andere Geräte) mittels Eigenschaften und Anzeige der VEN (Vendor / Hersteller) und DEV (Device / Geräte) Hardware-IDs (Analyse mittels Webseiten wie http://www.pcidatabase.com/
Tag 05 - Freitag
Freitag, 01.03.2013, 08.30 - 16.00 Uhr
- Rekapitulation,
TN-Fragen: Diskussion "Lüfter" - HDD Techdaten (Wiederholung und Vertiefung)
alle technischen Werte wiederholt:
Bauformen (3,5 / 2,5 / 1,8 Zoll), Kapazitäten (GB / TB), Schnittstellen( IDE / SATA: bis SATA 6.0 Gb/s entsprechend bis zu 600 MB/s Lesen!), Datentransferrate HD (> 100 MB/s), Drehzahl (5400 / 7200 / 10000 U/min und mehr; ab spätestens 7.200 U/min bitte auf gedämpften Einbau und Wärmeabfuhr/Kühlung achten), Zugriffszeit (in ms), Cache (in MB), Stromverbrauch (ca. 5 Watt und mehr);
spezielle Festplatten (Advanced Format - 4k) mit jetzt 4096 Byte (4 kB) Sektorgröße (klassisch: CHS - Cylinder / Head / Sektor; siehe hierzu dann auch LBA - Logical Block Adressing und bestimmte HD-Größengrenzen: aktuell 2,2 TB - hier auch jenseits dieser Größe kein Booten mehr mit BIOS-Technik mehr möglich) - SSD (Solid State Drive)
aktuell ca. 10 mal so teuer wie HD, aber auch für SATA 6.0 Gb/s (600 MB/s) Schnittstelle voll nutzbar;
wichtig: SSDs bitte nicht 1-zu-1 wie HDs verwalten (siehe diverse Artikel in meiner Linksammlung zu PCTuk); Unterstützung von TRIM nur bei Controller im AHCI (oder RAID) Modus - Partitionierung/Dateisystemen: (teilweise nach Seminar)
Partitionieren: Einrichten der HD in Laufwerke - danach Formatieren
Hinweis: nachhaltiges Löschen der HDs nicht durch Formatieren, sondern nur durch geeignete Tools (Linux dd, Windows-Tool Eraser); Wiederherstellung von defekten Datenlaufwerken durch Spezialisten (z.B. Fa. www.Convar.de)
hier Microsoft mit FAT16 / FAT 32 (DOS/Win-Familie von DOS/Win 3.x über Win95 bis WinME) mit Einschränkungen 8.3 (8 Zeichen Name + 3 Zeichen Erweiterung), Größeneinschränkungen bei Laufwerks- und Dateigrößen; NTFS mit Lösung für Größen- und Sicherheitsfragen (Zugriffsschutz auf Benutzerebenen: NTFS-Berechtigungen - Register Sicherheit bei Eigenschaften Ordner / Dateien), Umwandlungstool convert für Wandlung von FAT-LWen in NTFS-LWe. - RAID (Redundant Array of Inexpensive/Independent Disks - Wikipedia)
Umsetzung als Hardware-Lösung (RAID-Controller - siehe z.B. Z77-Chipsatz-MBs) oder als Software-Lösung (Windows 7 mit RAID 0 oder 1; Windows Server mit RAID 0, 1 und 5)
Verbesserung von Geschwindigkeit und/oder Ausfallsicherheit (Redundanz) durch Festplatten-Verbünde
RAID 0 - Striping (2 Platten "Streifenweise" beschreiben - theoretische Verdopplung Geschwindigkeit - Problem bei HD-Ausfall)
RAID 1 - Mirroring (2 Platten mit gespiegelten Inhalten - kein Absicherung und Ersatz zu Backup!)
RAID 5 - Kombination (ab 3 Platten, Striping mit Parität, also Fehlerkorrekturverfahren bei HD-Ausfall - BIOS (Firmware des Motherboards)
POST: Power On Selftest (Selbstdiagnose), Abarbeitung der Bootsequenz (Bootmedien: HD 0, 1, 2, ...; Floppy; Optische LW; USB-Sticks und -HDs; Netzwerk)
Aufruf des BIOS-Setup über Entf / F2 - Tasten gemäß Handbuch der Hardware; Asus und andere: F8 für manuelles Boot-Popup-Menü
ausführliche Erläuterungen zum BIOS/UEFI des MB/NB im Handbuch (Manual);
Konfiguration (Techniken der Flash-Techniken von AMI, AWARD oder PHOENIX in Form von Flash-ROM / EEPROM), Powermanagement (APM ermöglichte erstmals echtes "Runterfahren/Ausschalten", jetzt: ACPI),
ACPI: Advanced Configuration and Powermanagement Interface; verwaltet Power/Energieverwaltung und Resourcen (siehe PnP - dann später auch im OS - immer automatisch!)
Flashen von BIOS besprochen (verschiedene technische Varianten von den klassischen DOS-Startdisks bis hin zu Live-Flashen in Windows), Gründe für notwendiges Flashen (Systemstabilität, neue HW, neue Einstellungen)
UEFI: neue Technik für neue Hardware - aber auch noch "Altes BIOS"; Unterstützung >2,2 TB Platten zum Booten, Unterstützung und optimale Zusammenarbeit mit modernen 64-Bit-Betriebssystemen: Kombinationen UEFI / Win8 64-Bit / SSD starten so schnell, dass nicht einmal mehr die Win-F8-Taste für die Erweiterten Startoptionen funktioniert! - Homework (TN-Prüfung): Recherche zu USB-Versionen (USB 2.0 vs. USB 3.0),
Übung: Schnittstellen-Übersicht MB am Beispiel P8Z77-V LE - TN-Bescheinigungen, Feedback-Bögen, Musterprüfung/Prüfungsvorbereitung
Bereitstellung Unterrichtsmaterialien der Woche (ca. 1 GB) im LAN
Hinweis auf Cobra-Shop (vergünstigte Software für VHS-Kursteilnehmer)
Vielen Dank für Ihre freundliche Feedback-Bögen und Äußerungen zum Seminar. Ich freue mich auf ein Wiedersehen (am nächsten Mittwoch zur Prüfung) bei einem unserer Seminare zum Thema "PC Systembetreuer / Fachkraft IT-Systeme und Netzwerke".
Ihr Trainer Joe Brandes